Zarewo
Die Stadt Zarewo befindet sich im südöstlichen Teil des Landes, der südlichen Schwarzmeerküste, circa 66 km von Bourgas entfernt.
Rund 40 km südlich von Zarewo liegt die Grenze zur Türkei. Das Gebiet der Gemeinde umfasst einen großen Teil vom Strandzha-Gebirge. Die Stadtbevölkerung zählt rund 5 000 Einwohner.
In der Vergangenheit hieß die Stadt Vasiliku (ХІІ Jh.), es ist bekannt, dass sie 1351 Vasilikos genannt wurde, und bis 1934 war sie mit dem Namen Vasiliko bekannt.
Im Zeitraum 1950 – 1991 trug die Stadt den Namen Michurin. Ab 1991 trägt die Stadt ihren heutigen Namen Zarewo.
Die Stadt besaß einen entwickelten Hafen und große Traditionen im Schiffsbau und Fischfang. Die unmittelbare Nähe zu Strandzha, woher das Holzmaterial für den Schiffsbau kam, gehörte zu den Hauptvorteilen von Zarewo.
Traditionell in der Werft von Zarewo wurden kleine bis mittlere Schiffe gebaut, ihr charakteristisches Merkmal war ihr scharfer Wellenschneider. Auf Griechisch hieß dieser Teil des Schiffs „Karina“, daher wurden die Stadtbewohner „karini“ genannt.
In der ersten Hälfte des ХІХ Jhs. gab es in der Meeresstadt eine Flottille aus 42 Schiffen. In der Gegend wurden Weizen und Weintrauben hergestellt, welche die Hauptgüter darstellten, mit denen die lokale Bevölkerung handelte.
Zarewo pflegte gute Handelsbeziehungen mit der Hauptstadt des Osmanischen Reichs Tsarigrad sowie mit den Häfen am Ägäischen und Marmormeer.
Nach der Befreiung Bulgariens von der Osmanischen Herrschaft (1878) blieb die Stadt im Grenzbereich des Osmanenreichs. Erst nach Ende des Balkankrieges (1912- 1913) wurde die Stadt wieder an Bulgarien angeschlossen.
Heute wird Zarewo in eine Neu- und Altstadt aufgeteilt. In den 80-er Jahren des ХІХ Jahrhunderts zerstörte ein großer Brand einen großen Teil der Stadt und heute stehen hier sehr wenige Gebäude, die noch vor dem Brand existierten.
Auf der südlichen Halbinsel von Zarewo befindet sich die Kirche „Sveto Uspenie Bogorodichno“. An der Stelle der heutigen Kirche existierte früher eine andere Kirche. Die Kirche wurde 1831 gebaut, und ihre gegenwärtige Gestalt geht auf 1895 zurück. Ein Teil von den Kirchenikonen wird auf Ende des ХVІІІ Jhs. datiert.
7 km von der Stadt entfernt ist der Kurort Lozenets, in der Nähe von Tsarveo liegen die Strände der ehemaligen Campingplätze Koral, Yug und Oazis. Nicht weit entfernt befinden sich weitere kleine Kurortstädte wie Ahtopol, Sinemorets, Kiten u. a.
Die unmittelbare Nähe zu Strandzha ist die Ursache für den entwickelten Öko- und Gebirgstourismus in der Region.
Auf dem Gebiet des Naturparks Strandzha gibt es ausgeschilderte Marschrouten, auf denen die Touristen mehr über die Geschichte, die Tier- und Pflanzenarten in der Region erfahren können.
Die Flüsse um Zarewo herum sind reich an Fisch und hier können Fischer auf den Brücken und an den Ufern häufig gesehen werden.
Zarewo hat ein reiches kulturelles Programm. Traditionell finden im August die Woche des Meeres, das Internationale Festival des Mehltauhonigs, nationale und internationale Folklorefestivals statt.
Auf dem Gebiet von Zarewo und in der Umgebung gibt es viele Hotels, Gasthäuser und Campingplätze, die eine Unterkunft nach den Möglichkeiten und dem Geschmack der Touristen bieten. Die Lokale sind ebenso vielfältig und bieten eine hervorragende Meeresküche an.
Tsarevo, Burgas, Bulgaria.